Bilder zum zweimal Hinschauen

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Für einmal soll hier nicht von Politik die Rede sein, sondern von Fotografie. Vom 25. März bis 10. April 2011 zeige ich im Heimatmuseum Reinach Fotos unter dem Titel «Bilder zum zweimal Hinschauen».

Galerie Heimatmuseum Reinach
Kirchgasse 9
4153 Reinach

Öffnungszeiten
Dienstag 19 – 21 Uhr
Samstag und Sonntag: 14 –17 Uhr

Vernissage
Freitag, 25. März 19 Uhr


Die Ausstellung ist über mehrere Jahre entstanden. Das Verbindende dieser Bilder liegt darin, dass sie sich dem Betrachter erst auf den zweiten Blick erschliessen. Da ist zum Beispiel die «Schneelandschaft», in der es beim genauen Hinsehen gar keinen Schnee gibt, sondern nur Vlies, das empfindliche Erdbeerkulturen abdeckt. Oder der Obdachlose in Paris; eine alltägliche Situation, wären da nicht die Reklameschilder der Immobilienhändler, die der Szene etwas Surreales geben. Schliesslich ist da noch das ältere Ehepaar, welches vor einer Strassenbarrikade steht. Beim genauen Hinschauen fällt auf, dass die Dame ein rosarotes Kleid trägt, die Strassenszene dagegen schwarz-weiss ist und der Himmel mit Tags überschrieben ist. Erst jetzt wird klar, dass das Paar eine Fotoausstellung zu den Studentenunruhen von 1968 besichtigt.

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Wir sind täglich einer gewaltigen Bilderflut ausgesetzt. Meist schauen wir gar nicht mehr genau hin, bleiben an der Oberfläche haften. Das ist schade. Wir sollten uns wieder Zeit nehmen, zu beobachten, zu verstehen, die Geschichten hinter den Bildern zu entdecken. Dazu möchte ich mit dieser Ausstellung anregen.

Medienecho: BaZ_110329_Fotoausstellung.

Mehr zu meiner fotografischen Arbeit finden Sie hier.