Ja zum Quartierplan Jupiterstrasse!

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Am 21.Mai stimmen wir in Reinach über den Quartierplan Jupiterstrasse ab (QP Jupiterstrasse II). Ich empfehle Ihnen aus guten Gründen und mit Überzeugung «Ja» zu stimmen.

Wohnraum in Reinach ist knapp – so knapp, dass wir in den vergangenen Jahren sogar einen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen hatten. Das ist für die Entwicklung einer Gemeinde nicht gut. Schrumpft die Bevölkerungszahl, dann müssen z.B. weniger EinwohnerInnen die steigenden Kosten tragen, was zu höheren Steuern oder einem Abbau an Leistungen führen kann. Kommt hinzu, dass knapper Wohnraum die Mieten und Preise für Wohnungen und Häuser in die Höhe treiben.

Gemeinde- und Einwohnerrat bemühen sich deshalb seit Jahren, das Wohnungsangebot zu verbessern, indem wir gute Planungen initiieren oder unterstützen. Um nicht nur mehr, sondern auch zahlbaren Wohnraum zu schaffen, wird auf Land der Einwohnergemeinde im Stockacker und im Bodmen gemeinnütziger Wohnungsbau entstehen. Aber auch Private wollen bei uns bauen, aktuell beispielsweise auf dem «Areal Jupiterstrasse». Hier sollen 89 Wohnungen erstellt werden. Möglich macht dies der «Quartierplan Jupiterstrasse». Gemeinde- und Einwohnerrat haben diesen bereits gut geheissen. Da AnwohnerInnen das Referendum ergriffen haben, entscheiden jetzt die StimmbürgerInnen an der Urne über das Projekt.

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Wieso unterstütze ich das Projekt? Wichtige Gründe sind für mich:
• Die Überbauung überzeugt architektonisch und städtebaulich. Die meisten Mehrfamilienhäuser sind 3- oder 4-stöckig. Zwei Bauten sind 8-stöckig. Intelligenterweise werden diese beiden hohen Häuser nahe bei der ISB, resp. möglichst weit weg von den angrenzenden Wohnbauten platziert. Dadurch werden die bestehenden Häuser kaum beeinträchtigt.
  • Dank den beiden Achtstöckern bleibt ein grosser Teil des Areals unverbaut und kann als Freiraum, Grünfläche oder öffentlicher Platz genutzt werden; nur gut ein Viertel des Areals Jupiterstrasse wird so überbaut, der Rest bleibt frei! Hätten die Architekten auf die beiden hohen Häuser verzichtet, dann würde eine viel grössere Fläche des Areals überbaut oder die Häuser an der Jupiter- und Stockackerstrasse, nahe bei den bestehenden Wohnhäusern müssten höher gebaut werden.
  • Es ist ein Gebot der Zeit und ein Auftrag der StimmbürgerInnen, dass neuer Wohnraum nicht auf der grünen Wiese, sondern im bestehenden Baugebiet realisiert wird. Die Reinacher StimmbürgerInnen haben diese Forderung 2013 mit über 70% Ja-Stimmen bei der Revision des Bundesgesetzes über die Raumplanung gefordert. Genau dies passiert dank dem QP Jupiterstrasse. Aber mit viel Augenmass! In anderen Quartieren ist die geplante Ausnutzung viel grösser als hier: Schönenbach (1.4 mal höhere Nutzung), Stöcklin-Areal (Reinach und Aesch, 1.4x), Bruggstrasse (1.7x), Gartenstadt (Münchenstein, 2x), Hagnau-Schänzli (Muttenz, 3x) etc.
  • Das ganze Quartier wird profitieren! U.a. stellen die Investoren einen Rohbau für die Quartierbevölkerung zur Verfügung, der als KITA, Kindergarten oder Quartiertreff ausgebaut und genutzt werden kann.

Selbstverständlich hat dieses Bauprojekt, wie jedes andere auch, auch unerwünschte Nebenwirkungen. Am meisten Sorge bereitet den QuartierbewohnerInnen der zu erwartende Mehrverkehr. Aber auch hier haben Grundeigentümerin, Architekten, Planer und Gemeinde eine optimale Lösung gesucht: Fast alle Parkplätze liegen in einer Tiefgarage, deren Einfahrt nahe bei der Baselstrasse liegt. So wird verhindert, dass die zusätzlichen Autos im Quartier rumfahren. Zudem wird die Einmündung Jupiterstrasse / Baselstrasse verbessert und die Lichtsignalanlagen und Trambarrieren werden so optimiert, dass die Wartezeiten möglichst gering bleiben.

Fazit
Das Areal Jupiterstrasse ist rechtskräftige Bauzone und die Eigentümerin hat das Recht, dieses Bauland zu überbauen. Der vorliegende QP stellt sicher, dass dies in optimaler Weise geschieht: gute Nutzung mit vielen attraktiven Wohnungen und schönen Aussenräumen. Würde der QP abgelehnt, dann bliebe das Areal nicht unüberbaut, sondern die Eigentümerin müsste ein neues Projekt ausarbeiten. Vielleicht würde in einem neuen Projekt auf die beiden 8-stöckigen Häuser verzichtet, aber zu welchem Preis!? Entweder würden mehr Häuser auf dem Areal gebaut, und es gäbe entsprechend weniger Grünflächen, oder alle Häuser würden höher. Beide Alternativen fände ich schlechter. Was aus raumplanerischen Gründen nicht in Frage kommt, ist, dass die Nutzung geringer wird. Das würde dem Gebot des Raumplanungsgesetzes und dem Volkswillen widersprechen.

Weitere Bilder finden Sie hier.

Website der Gemeinde zur Jupiterstrasse (Abstimmungszeitung-Jupiterstrasse-II). Flyer der Befürworter des Quartierplans: Flyer-Jupiterstrasse.

Medienecho: Gemeinde-TV WoBla, WoBla.