Neuer Wohnraum für die Birsstadt

Stoecklin
Das Stöcklin-Areal in den Gemeinden Reinach und Aesch soll zukünftig umgenutzt werden. Nach Verlagerung der industriellen Produktion der Firma Stöcklin soll hier ein neues, lebendiges Quartier mit rund 270 Wohnungen und ca. 18‘000 m2 Fläche für Dienstleistungen und Gewerbe entstehen.

Die Gemeinderäte Aesch und Reinach unterstützen dieses wichtige Siedlungsentwicklungsprojekt: Heute präsentiert sich das Areal wenig attraktiv, mit grossen Lagerhallen und Parkplätzen. Und dies an eigentlich bester Lage, direkt am Birsufer und in Fussdistanz zum historischen Zentrum Dornachbrugg und zum Bahnhof Dornach-Arlesheim. Das Projekt will hier sowohl neue Arbeitsplätze schaffen, als auch dringend benötigten Wohnraum. Weiter sind grosszügige, naturnahe Grünflächen, Fuss- und Velowege, Quartierplätze und öffentliche Nutzungen wie z.B. eine KITA vorgesehen. Die Quartierplanung „Stöcklin-Areal“ liegt nun im Entwurf vor. Die beiden Gemeinden Reinach und Aesch laden deshalb alle Interessierten zur öffentlichen Mitwirkung ein.

Ein echtes Birsstadt-Projekt
Die Überbauung des Stöcklin-Areals ist ein Projekt, wie es für die Birsstadt nicht typischer sein könnte. Das fängt damit an, dass die Gemeindegrenze zwischen Aesch und Reinach mitten durch den Quartierplanperimeter verläuft. Folgerichtig haben Reinach und Aesch von Anfang an eng zusammen gearbeitet, denn es kann ja nicht sein, dass in der gleichen Überbauung unterschiedliche Bestimmungen gelten, je nach dem in welcher Gemeinde eine Wohnung liegt. Aber nicht nur Reinach und Aesch sind betroffen vom Projekt, sondern auch Arlesheim und Dornach. Denn das Stöcklin-Areal liegt aus Sicht Reinach und Aesch sehr peripher, die Wege in die beiden Ortskerne und ihren Läden und Dienstleistungsangeboten sind weit. Ganz nah liegen dagegen die S-Bahn-Haltestelle Dornach/Arlesheim und die dort angesiedelten Geschäfte. Vermutlich werden die zukünftigen EinwohnerInnen der neuen Überbauung sich mehr nach Dornach/Arlesheim, als nach Reinach oder Aesch orientieren. Gemeinsam geplant werden müssen auch Schulen und Kindergärten; es macht keinen sinn, wenn die einen Kinder nach Aesch gehen müssen und die Nachbarskinder nach Reinach. Schliesslich ist auch die Mischnutzung – Wohnungen und Geschäfte – ein Kind der Birsstadt. Dank unseren gemeinsamen Arbeiten fürs Raumkonzept haben wir festgestellt, dass in der Birsstadt viel mehr Arbeitsplätze entstehen werden, als Wohnraum. Geht aber die Schere zwischen Arbeiten und Wohnen immer stärker auf, dann wird auch der unerwünschte Pedlerverkehr zunehmen. Es ist deshalb in Interesse der EinwohnerInnen der Birsstadt, wenn neben reinen Arbeitsplatzgebieten auch geeignete Industrie- und Gewerbeareale in Mischnutzungen umgewidmet werden.

Ein Wermutstropfen gibt es aber momentan dennoch. Gemäss Aggloprogramm, Kantonalem Richtplan und mehreren Entscheiden von Kantons- und Gemeinderegierungen soll zwischen der S-Bahnhaltestelle Dornach/Arlesheim, respektive der Tramlinie 10, und der Tramlinie 11 Reinach-Aesch eine ÖV-Spange realisiert werden, längerfristig in Form einer neuen Tramlinie. Dazu müsste jetzt möglichst schnell ein Korridor festgelegt und freigehalten werden. Leider sind die kantonalen Planungen in diesem Punkt noch zu wenig konkret. Wir werden jetzt vehement darauf drängen, dass diese Arbeit mit hoher Priorität angepackt wird.

Mitreden!
Ihre Anliegen und Vorschläge zu den Quartierplan-Dokumenten können Sie bis zum 3. Mai 2016 schriftlich einreichen. Bitte senden Sie Ihre Eingaben an: Gemeinderat Reinach, Hauptstrasse 10, 4153 Reinach.

Medienecho: BZ_160406_Stoecklin-Areal, Wochenblatt.