Energie

Sonnenenergie nutzen: Just do it!

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Alle reden von der Energiewende – und immer mehr Leute machen tatsächlich etwas. . Ich selber habe auf unserem Einfamilienhaus seit diesem Jahr neben einer Photovoltaikanlage auch eine thermische Solaranlage für Warmwasser. eine wunderbare Sache.



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Weiterhin Schweigen zum Thema Atommülldeponie

Nach wie vor schweigt die Baselbieter Regierung zum Thema Atommülldeponie (s. früheren Beitrag). Laut Kantonsverfassung müsste die Baselbieter Regierung «darauf hinwirken, dass auf dem Kantonsgebiet oder in der Nachbarschaft keine Atomkraftwerke und (…) Lagerstätten für mittel bis hoch radioaktive Rückstände errichtet werden». Doch unsere Regierung schweigt. Überlege: Wenn noch drei Regionen für eine Deponie in Frage kommen und sich zwei (Zürich und Solothurn) vehement gegen Atommülldeponien in ihren Kantonen wehren, für welchen Standort wird sich der Bundesrat dann schlussendlich entscheiden? Richtig: Bötzberg! Aber so ganz überraschend kommt dieses Schweigen ja nicht. So ist der amtierende Baudirektor immer noch Verwaltungsrat bei der EBM und die EBM, Grossaktionärin bei der AKW-Betreiberin Atel, ist vehemente Befürworterin der Atomenergie. Aber wie sagte Jörg Krähenbühl bei seinem Amtsantritt: Er sehe überhaupt keinen Interessenkonflikt zwischen seinem Amt als Baudirektor und seinem VR-Sitz. Ich schon!

Der Zeitungsartikel dazu: BaZ_080114_Atommuellager.

Strommarktliberalisierung: Die Grossen profitieren zuerst

Die Reinacher Wirtschaftsgespräche 2007 widmeten sich der Strommarktliberalisierung und ihren Auswirkungen auf Wirtschaft und Umwelt.

Rund 60 TeilnehmerInnen liessen sich von Thomas Wälchli, Geschäftsführer EBM Energie AG über den Stand der Strommarktliberalisierung informieren. Die grösseren Strombezüger werden sich schon nächstes entscheiden müssen, ob sie die Chancen und Risiken der freien Lieferantenwahl nutzen wollen. Fünf Jahre später können voraussichtlich alle Kunden frei wählen.

Nationalrat Ruedi Rechsteiner zeigte auf, welche Chancen die neuen Gesetze für erneuerbare Energien bringen. Dank Förderabgaben und Einspeisevergütungen besteht die Hoffnung, dass sie endlich auch in unserem Land einen signifikanten Marktanteil erreichen. Er ist überzeugt, dass sich Wind-, Solar- und andere erneuerbare Energien schon aus rein ökonomischen Gründen in den nächsten Jahren durchsetzen werden.

Die Reinacher Wirtschaftsgespräche finden jährlich statt. Sie dienen der Kontaktpflege zwischen den Firmen und Behörden. Neben einer Betriebsbesichtigung steht jedes Jahr ein aktuelles Thema zur Diskussion.

Die Medienmitteilung: Wirtschaftsgesprache_2007

Der Zeitungsartikel dazu: BaZ_071109_Wirtschaftsgespraech

Interview zur Nationalratskandidatur

Urs Hintermann im Gespräch mit Reto Wyss.

Hören Sie meine Ansichten zu aktuellen Problemen, zu meiner Motivation und meinen Plänen in Bern: Podcast

Solarstrom aus dem Gemeindezentrum Reinach

Ihr Energie-Engagement lässt die Gemeinde Reinach/BL als beispiellos umweltfreundlich im Kanton erscheinen. Neu ist die gewählte Ausführung, so Gemeinderat Urs Hintermann. Die soeben revidierten, und auch umweltverträglichen Stromlieferverträge der Gemeinde mit der Elektra Birseck (EBM), erlauben jährliche Einsparungen von ca. 24'000 Franken. Handkehrum wird dieser Betrag ökologisch umgewidmet zur Solarstrom-Gewinnung, die etwa 89 Rappen/Kilowattstunde verursacht. Die 27 Kilowatt-Fotovoltaikanlage selbst wird durch die, aus einer Ausschreibung siegreich hervorgegangene Energieexpertin Adev, mit einem Teilbeitrag kantonaler Energieförderung, finanziert und bewirtschaftet. Als "modellhaft und wegweisend" für die Gemeinden im Kanton, lobte namens der Adev-Geschäftsführer Eric Nussbaumer Reinach und deren Schritt zum "Solarstromcontracting."

Die Sonnenlichternte auf dem Gemeindezentrum ist vor dem Hintergrund der Bemühungen Reinachs um die "Energiestadt"-Klassifizierung zu sehen. Wie Eva Rüetschi und Urs Hintermann betonten, stehen für das laufende Energieprogramm rund eine halbe Million Franken zur Verfügung. So können Reinacherinnen und Reinacher - als Pioniertat im Landkanton - sich einen Drittel des Kaufpreises von Ökostrom rückvergüten lassen.

Gemeinderat Urs Hintermann entfaltete beim "Energiestadt"-Programm einen Fächer von Massnahmen: Architekten und Bauherren wurden angesprochen; der stromsparende Wasserkonsum ins Bewusstsein gerückt; das FC-Clubhaus mit Solarduschen bestückt; die "Schoolhouse Company" entschwendete mit detektivischem Spürsinn die Beleuchtung, und für das globale Umweltklima verhalf man dem polnischen Kamien Pomorski zur Energie-Fitness. Dass die deregulierte Elektrizitätslieferung zur naturgerechten Aufhellung des Strommixes ausgenutzt wurde, war, so Hintermann, "eine Selbstverständlichkeit." Bereits pflanzte man einen rund fünf Meter hohen Ahorn in der Hauptstrasse an, den es geschenkt gab. Diese Bäume gibt die EBM grossen Ökostrom-Abnehmern als Treueprämie ab.

Atommüll in der Region

Die Baselbieter Regierung kümmert sich wieder einmal einen Dreck um die Kantonsverfassung und den Atommüll (BaZ_070525_Atommuell). Unglaublich: In der Verfassung steht, die Regierung müsse sich dagegen wehren, dass im Kanton oder in der Nachbarschaft Lagerstätten für Atommüll errichtet werden. Und was tut die zuständige CVP-Regierungsrätin? Nichts! Solothurn wehrt sich. Basel-Stadt wehrt sich. Baselland schaut zu. Und im Herbst will eines dieser Regierungsmitglieder Ständerat in Bern werden. Ständeräte haben die Interessen des Kantons in Bern zu vertreten. Wetten, dass sich Noch-Regierungsrat Straumann nicht gegen AKW und Atommülllager wehren wird, auch wenn er nach Verfassung den Auftrag dazu hätte?