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Reinach im Fokus

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Kägen soll bessere Anschlüsse erhalten

Im Reinacher Kägen gibt es immer mehr neue Arbeitsplätze und - Verkehr. Neben der dringend nötigen Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr soll ein Mobilitätsmanagement der ansässigen Firmen den motorisierten Individualverkehr eindämmen. Das Quartier Kägen in Reinach ist ein Wirtschaftsstandort von überregionaler Bedeutung. Mit der Umwandlung vom Industrie- und Gewerbegebiet zu einem Campus für Forschung und Entwicklung mit über 5000 neuen Arbeitsplätzen hat auch das Verkehrsaufkommen stark zugenommen. «Das Kägen wird von seinem eigenen Erfolg eingeholt», meinte Gemeindepräsident Urs Hintermann dieser Tage am traditionellen «Energie-Apéro».

Rund 75 Prozent fahren täglich mit ihrem privaten Auto zu ihrem Arbeitsplatz im Kägenquartier. Das Gebiet ist mit dem öffentlichen Verkehr ungenügend erschlossen. Die Gemeinde fordert im Rahmen der Vernehmlassung zum generellen ÖV-Leistungsauftrag 2006-2009 deshalb vom Kanton eine attraktive Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr auf Anfang 2006. Im Vordergrund der Diskussion stehen dabei eine neue Ergänzung der Buslinie 64 oder eine zusätzliche Buslinie Bahnhof Münchenstein- Reinach-Bahnhof Dornach/Arlesheim. Mittel- und längerfristig erwägt der Kanton die Verknüpfung der Tramlinien Nummer 10 und 11.

Martin Huber, Leiter des Amtes für Raumplanung, bestätigte zwar das Bedürfnis eines verbesserten ÖV-Angebots, konnte aber keine konkrete Zusage abgeben. Er verwies darauf, dass der Kanton verpflichtet sei, beim Leistungsauftrag zwei Millionen Franken einzusparen. umsteigen fördern. Die am «Energie-Apéro» anwesenden Firmenrepräsentanten, Gemeindevertreter und Experten waren sich einig, dass Mobilitätskonzepte für Unternehmen erforderlich sind, welche das Umsteigen vom motorisierten Privatverkehr auf den öffentlichen Verkehr fördern.

Hans-Jörg Fankhauser vom TechCenter kündigte den Bau eines Parkhauses an, das auch von den anliegenden Firmen mitbenützt werden könne. Die Nutzer müssten die Kosten der Parkplatzmiete tragen. Gleichzeitig entstünde ein Mobility-Car-Stützpunkt. Fahrgemeinschaften sowie die Velobenützung würden gefördert. (Artikel der BaZ vom 17.7.2005)

Entwicklung Industrie- und Gewerbezone Kägen

Welche Entwicklungsmöglichkeiten hat das Kägen? Wird es von «Aesch Nord» konkurrenziert? Lesen Sie einen Artikel zu diesem Thema (BaZ_070109_Kaegen).