Werte

Pech oder Schwefel

Antifa
Am letzten Samstag verbot die Polizei Basel-Landschaft sowohl ein Treffen der rechtsnationalistischen Grauen Wölfe als auch der linksautonomen Antifa in Reinach. Glücklicherweise wurde das Verbot eingehalten, alles blieb ruhig. Glück gehabt und zurück zur Tagesordnung?Lesen Sie mehr...

Neujahrsansprache 2017 - ich bin und bleibe Optimist

NJA
Ich bin und bleibe Optimist. Ich bin aber nicht deshalb Optimist, weil ich die vielen, real existierenden Probleme dieser Welt ausblende. Mein Optimismus begründet sich einerseits darin, dass ich versuche, Vergangenheit und Gegenwart möglichst unverzerrt zu sehen. Andererseits aber vor allem auch darin, dass ich daran glaube, dass wir als intelligente Menschen in der Lage sind, Probleme mit Vernunft zu lösen. Es mag Zeiten geben, wo wir allzu emotional handeln, aus Frust oder Hochmut Probleme ignorieren oder gar verschlimmern. Aber bisher haben wir uns meist – früher oder später – zu pragmatischen Lösungen durchgerungen. Es gibt keinen Grund, wieso das nicht auch in Zukunft so sein soll.Lesen Sie mehr...

Neujahrsansprache 2016 – gute Politik in verwirrenden Zeiten

Neujahrsapero
Bei meinen Gedanken zum neuen Jahr geht es um die verwirrenden Zeiten, in denen wir leben, um den Zusammenhang zwischen Angst und einfachen Lösungen und darum, dass wir einen unaufgeregten Politikstil pflegen sollten.Lesen Sie mehr...

Bundesfeier 2015: Die Schweiz, wie ich sie mir wünsche!

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Im 19. Jahrhundert ist jene Schweiz entstanden, die mich fasziniert, mit der ich mich identifizieren kann, die uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind. Rückblickend ging es damals nicht nur um die Gründung eines Bundesstaates. Es ging auch darum, in einer sich stark wandelnden Welt den Anschluss an die Zukunft nicht zu verpassen. Heute stehen wir vor einer ähnlichen Herausforderung. Welche Parallelen ich sehe und was meine Wünsche an die heutige Schweiz sind, darum geht es in meiner Ansprache zur Bundesfeier 2015.Lesen Sie mehr...

Reinacher Gespräche 2015: «Vo Schönebuech bis Ammel»

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Dieses Jahr ging es bei den Reinacher Gesprächen um die Selbst- und Fremdwahrnehmung im Baselbiet, um die Art und Weise, wie Probleme angepackt werden und wie die Zusammenarbeit in der Region funktioniert – letztlich also um die Identität unseres Kantons.Lesen Sie mehr...

Neujahrsansprache 2014 – ein schönes Ritual

Meine diesjährige Neujahrsansprache handelt von Ritualen und ihrer Bedeutung. Ich glaube, Silvester und Neujahr sind genauso Rituale, wie das Beschwören eines Regengottes, das Sich-Mut-Machen im Sport oder Sich-Sammeln vor dem Unterricht. Lesen Sie mehr...

Neujahrsansprache 2013 – Kinderfreundliche Gemeinde Reinach

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Reinach ist eine «Kinderfreundliche Gemeinde»! Anlässlich des heutigen Neujahrsapéros wurde uns das Label der UNICEF überreicht. Da liegt es nahe, sich in der Neujahrsansprache Gedanken darüber zu machen, was denn eine Gemeinde lebenswert macht.



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Und immer noch gilt: Bei der Wiedervereinigung BS - BL ist sogar das Denken verboten!

Dass viele Baselbieter sich eine Wiedervereinigung der beiden Halbkantone nicht vorstellen können (oder wollen) ist das Eine. Etwas anderes ist es, wenn sich die politische Elite, die ja eigentlich weise vorausdenken müsste, geradezu weigert, über das Thema nachzudenken. Lesen Sie mehr...

Standortqualität: Was bei den Leuten wirklich zählt!

Eine repräsentative Umfrage hat Interessantes, wenn auch nicht völlig Überraschendes gezeigt: Tiefe Steuern sind bei der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung kein entscheidendes Kriterium der Wohnortwahl. Lesen Sie mehr...

Neujahrsansprache 2011

Meine diesjährige Neujahrsansprache beschäftigt sich mit zwei Erfolgsfaktoren, die wir selber steuern können, und bei denen ich Angst habe, dass wir sie zur Zeit stark vernachlässigen, resp. überstrapazieren: Die Suche nach Ausgleich und Konsens und die direkte Demokratie. Lesen Sie mehr...

Sensationeller Fund

Wenn es um die Artenvielfalt geht, hört man leider meist schlechte Nachrichten: Arten werden seltener oder verschwinden ganz. Schön, dass manchmal auch das Gegenteil der Fall ist. Mitarbeiter der Firma Hintermann & Weber AG haben in Pfeffingen Raupen des Grossen Eisvogels gefunden, einer Art, von der man bisher glaubte, sie sei in unserer Gegend ausgestorben.

Weitere Fakten zum Thema Biodiversität und Monitoring finden Sie auf der Website des Biodiversitäts-Monitorings Schweiz oder der Hintermann & Weber AG.

Medienecho: 20 Minuten, Radio DRS, BaZ_101006-grosserEisvogel.

Können Gemeinderäte visionär sein?

Haben Gemeinderäte Spielraum in ihrer Tätigkeit oder ist durch Gesetze, Bund und Kanton alles vorgegeben? Können Gemeinderäte kreativ sein oder werden sie vom Tagesgeschäft voll vereinnahmt? Das Regionaljournal hat einen Beitrag dazu gesendet. Darin erfahren Sie auch meine Meinung.

Neujahrsansprache 2008

Meine diesjährige Neujahrsansprache steht unter dem Einfluss des politischen Umgangsstils des letzten Jahres. Kann man Politik nicht auch leidenschaftlich, engagiert und trotzdem fair und respektvoll betreiben? Meine Forderung: Weniger Ausgrenzung und Fanatismus, dafür eine bessere Streitkultur. Oder zoologisch ausgedrückt: Wir brauchen weniger schwarze und weisse Schafe, dafür mehr Streithähne.

Meine Ansprache: Neujahrsansprache 2008.

Und was die Medien dazu meinten: BZ_080107_Neujahrsansprache, WoB_080110_Neujahrsapero.

Blocher wählen oder nicht?

Meine Haltung ist klar. Herr Blocher gehört nicht in den Bundesrat. Er polarisiert bewusst, grenzt Andersdenkende aus und verhöhnt sie, macht die Schweiz und Ihr System schlecht. Kurz: Er schadet letztlich unserem Land. Sollte ich in den Nationalrat gewählt werden, so werde ich Herrn Blocher sicher nicht in den Bundesrat wählen.

So sehen es die Kandidierenden aus den beiden Basel: BaZ_070911_Blocher

Interview zur Nationalratskandidatur

Urs Hintermann im Gespräch mit Reto Wyss.

Hören Sie meine Ansichten zu aktuellen Problemen, zu meiner Motivation und meinen Plänen in Bern: Podcast

Wie der Teufel das Weihwasser...

... scheint die BüZa einen Ständerat aus dem nicht-bürgerlichen Lager zu fürchten. Niemand der ihn kennt wird bestreiten, dass Erich Straumann ein netter, sympathischer und integerer Mensch ist. Aber gäbe es nicht auch noch andere Auswahlkriterien, wie zum Beispiel Durchsetzungskraft, Gestaltungswillen oder politisches Gewicht? Wie fatal es sein kann, wenn ein Kanton von einen Ständerat im Dauer-Tiefschlaf "vertreten" wird, haben wir in den letzen acht Jahren mit FDP-Mann Hans Fünfschilling erlebt. Baselland hat keine einflussreiche Ständeratsstimme in Bern! Die Anliegen unseres Kantons werden in Bern nicht gehört - letztes Beispiel ist der Wiesenbergtunnel. So kann es nicht weitergehen. Wir brauchen einen starken, durchsetzungsfähigen Ständerat wie Claude Janiak.

Hier noch ein interessanter Artikel aus dem Jahr 2000 (BaZ_001117_Straumann).

Neujahrsansprache 2007

In meiner Neujahrsansprache steht der Staat im Zentrum. Ausgehend von einem Zitat Aristoteles' – «Der Zweck des Staates jedoch ist die Verschönerung des Lebens» – stelle ich die Frage, wieso wir heute ein so schlechtes Bild vom Staat haben oder zumindest so oft schlecht über ihn reden. Mein Fazit: Unser Staat ist viel besser, als wir wahrhaben wollen. Lesen sie gekürzte Fassung (Neujahrsansprache_Text 2007).

Neujahrsansprache 2005

Im Zentrum meiner Neujahrsansprache 2005 stehen Gedanken zu den Werten unserer Gemeinde. Wie können wir dafür sorgen, dass Reinach ein Ort bleibt, wo man gerne lebt und arbeitet (Neujahrsansprache 2005).

1. August-Ansprache 2004

Wenn Sie sich für meine Ansprache zum Thema «Geschichte soll den Verstand erleuchten» interessieren, so können Sie den Text hier lesen (1. August-Ansprache 2004). Mich interessiert die Frage, was wir aus der jüngeren Geschichte für die Gegenwart und Zukunft lernen können.

Der wahre Skandal...

...ist nicht der Entscheid des Bundesgerichtes gegen die degressiven Steuersätze im Kanton Obwalden, sondern die Reaktion von SVP und FDP auf dieses Urteil. Sie kritisieren, das Bundesgericht beschränke den Steuerwettbewerb. Mag sein, aber in erster Linie hat das Bundesgericht entschieden, dass sich die PolitikerInnen und das Volk von Obwalden an die Bundesverfassung halten müssen. Wenn SVP und FDP das Urteil kritisieren, dann heisst das nichts anderes, als dass sie der Meinung sind, Verfassung und Gesetze dürften durchaus gebrochen werden, wenn sie mit dem Parteiprogramm nicht übereinstimmen. Die gleichen Leute schreien nach der Polizei, wenn Junge die Nachtruhe stören oder Bierflaschen liegen lassen. Aber die Verfassung nicht einhalten, das macht nichts. Das ist der wahre Skandal.

Lasst uns endlich über Inhalte streiten!

Eigentlich wäre es Zeit, über politische Inhalte zu reden, schliesslich stehen Wahlen vor der Türe! Doch was tun wir im Baselbiet: Wir streiten darüber, wann Plakate ausgehängt werden dürfen. Oder geht es bei diesem Theater vielleicht schon viel mehr um politische Inhalte, als wir glauben?

Geht es beispielsweise über Fragen des Umgangs miteinander? Wenn ein Gemeindepräsident Beschlüsse des Einwohner- und Gemeinderates umsetzt, dann muss er sich vom SVP-Präsidenten vorwerfen lassen, DDR-Methoden anzuwenden. Wahrscheinlich ist der Gemeindepräsident auch eines jener schwarzen Schafe, welches aus der Schweiz rausgeprügelt werden sollte, weil es nicht mit der SVP mitblökt. Dass die SVP per Gerichtsentscheid ein Video vom Netz nehmen muss, weil es junge Musiker als ausländische Schläger missbraucht, hat zwar nichts mit dem Plakatstreit im Baselbiet, aber sehr viel mit Fragen des gegenseitigen Umgangs und Respekts zu tun.

Oder geht es bei der Plakatposse darum, wer sich an Regeln halten muss und wer nicht? Die wichtigste Botschaft der SVP im Wahlkampf scheint zu sein: Wer sich nicht an die Spielregeln hält, muss die Schweiz verlassen (das berühmte schwarze Schaf). Aber wieso muss sich diese Partei selber nicht an Regeln halten? Die Aushangzeiten für Plakate in Reinach haben Einwohner- und Gemeinderat in einem demokratischen Prozess festgelegt In beiden Räte sind alle grossen Parteien – SP, SVP, FDP und CVP – vertreten. Niemand war gegen diese Bestimmung. Und auch jetzt haben alle Parteien die kommunalen Aushangregeln eingehalten, ausser der SVP. Mit welchem Recht? Im Übrigen spielt es für mich keine Rolle, wer gegen eine Bestimmung verstösst; ich würde auch illegale Plakate der SP oder von Claude Janiak entfernen lassen.

Sicher geht es auch um Gemeindeautonomie: Das kantonale Reklamereglement sieht ausdrücklich vor, dass Gemeinden eigene, ergänzende Bestimmungen erlassen können. Genau das hat Reinach getan (in der Zwischenzeit hat die Justiz- und Polizeidirektion in Liestal auch bestätigt, dass unsere Vorordnung rechtens ist). Reinach hat die Aushangzeiten beschränkt, weil sich viele EinwohnerInnen daran gestossen haben, dass Plakate oft monatelang herumgehangen sind. (Und seien wir ehrlich: Es reicht doch, wenn wir Wahlplakate 5 Wochen lang anschauen dürfen / müssen.) Wer der Meinung ist, Aushangzeiten bei kantonalen und nationalen Wahlen und Abstimmungen sollten kantonal einheitlich bestimmt werden – und es gibt sicher gute Argumente dafür – der kann dies im Landrat mit einem Vorstoss verlangen. Aber dann bitte kein Lamento mehr zum Thema kantonale Bevormundung der Gemeinden.

So gesehen hat der Plakathändel plötzlich und ungewollt sehr wohl eine politische Seite. Aber es gibt noch viele andere wichtige Themen – und darüber sollten wir in den nächsten Wochen in Anstand und Respekt miteinander streiten.

(Gastbeitrag in BaZ (29.8.07)und BZ (3.9.07), als Reaktion auf diverse Artikel, z.B. BaZ_070829_Plakate.

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