QP Buechloch abgelehnt

ja
Die Reinacher Stimmberechtigten haben den Quartierplan Buchloch deutlich abgelehnt. Das kommt nicht ganz überraschend. Wie ist der Entscheid zu werten?

Nach einem heftigen Abstimmungskampf haben bei den ReinacherInnen die Bedenken gegen dieses Überbauungsprojekt klar überwogen. Offensichtlich möchte die Mehrheit der Bevölkerung kein Hochhaus in diesem heiklen Gebiet am Waldrand und in der Nähe des gleichnamigen Naturschutzgebietes. Was bedeutet dieser Entscheid für die Stadtentwicklung Reinachs?

Die Bedenken der StimmbürgerInnen sind nachvollziehen. Zwar ermöglicht ein Hochhaus, dass auch in dieser schattigen Waldlichtung hochwertige Wohnungen gebaut werden können – zumindest in den oberen Stockwerken. Gleichzeitig ist dieser heikle Ort am Rande des Siedlungsgebietes wohl nicht der richtige Platz für ein zwölfstöckiges Hochhaus. Ich verstehe das «Nein» als Ablehnung dieses sehr speziellen Projektes. Keineswegs ist es aber ein generelles Nein gegen Quartierpläne oder verdichtetes Bauen im allgemeinen. Mehrere Abstimmungen der letzten Jahre – ich erinnere an den Alten Werkhof, das Taunerquartier oder das Areal Bodmen – haben gezeigt, dass Einwohnerrat und Bevölkerung die Notwendigkeit anerkennen, Bauland sparsam zu nutzen und Wohnraum zu verdichten. Auch der revidierte Zonenplan, den der Einwohnerrat an seiner letzten Sitzung einstimmig verabschiedet hat, verlangt den sorgsamen Umgang mit Bauland. Aber ein Hochhaus am Waldrand, so wie es die privaten Grundeigentümer geplant hatten, war wohl des Guten zuviel.

Medienecho: BaZ_140519_Buechloch, GemeindeTV.