Fluglärm: Doch kein Problem?

Gemäss Medienmiiteilung des BAZL werden die Regeln für Südanflüge eingehalten. Auf den ersten Blick ein beruhigendes Ergebnis – man stelle sich vor, der Euroairport würde regelmässig gegen Abmachungen des Staatsvertrages verstossen!

Auf den zweiten Blick offenbart sich aber das wahre Problem: Wenn die Bestimmungen eingehalten werden, dann bedeutet dies ja nichts anderes, als dass die jetzt vom Lärm stark betroffenen Gemeinden dies auch in Zukunft sein werden, dass sich an der Belastung nichts ändern wird. Und dies ist definitiv nicht, was uns seinerzeit zugesagt wurde. In der Vernehmlassungsphase hiess es, die Einführung von ILS-34 werde zu keiner Mehrbelastung der betroffenen Gemeinden und Bevölkerung führen. Das ist jetzt ganz offensichtlich nicht der Fall. Deshalb bleibt es bei den Forderungen der Gemeinden: In erster Priorität Verlängerung des Nachtflugverbotes auf 22 Uhr bis 7 Uhr und längerfristig – es ist eine Änderung des Staatsvertrages nötig – eine Korrektur der Südanflugregeln: Südanflüge erst bei Windstärke 10 Knoten statt 5 Knoten.

Ein weiteres wichtiges Verhandlungsthema müssen Frachtflüge sein. Sie sind besonders laut und finden in den kritischen Nachtstunden statt. Wir wollen keinen Ausbau des Frachtluganteils!


Die Medienberichte dazu: BaZ_080529_29. Und die Recherchen von Online Reports.