T30 in Reinach eingeführt

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Gemäss einem Beschluss des Einwohnerrats hat das Ressort Mobilität der Gemeinde Reinach seit einem Jahr quartierweise Tempo 30 umgesetzt. Ziel ist mehr Ruhe und Sicherheit für die Anwohnenden. Seither regt sich mancherorts aber Widerstand. Am Montag, 14.11.2011 werden einige Parkfelder wieder aufgehoben.

Nach dem Entscheid des Einwohnerrats vom 21. September 2009 hat die Technische Verwaltung das Projekt Tempo 30 an die Hand genommen. Es sollten gemäss dem ER-Beschluss keine baulichen Massnahmen, also beispielsweise Strassenschwellen, und auch kein fixes Radarsystem für die Einhaltung von Tempo 30 zur Hilfe genommen werden. Vielmehr wurde das wechselseitige Parkieren in den Quartierstrassen als die am besten geeignete Massnahme favorisiert und entsprechend weiterbearbeitet. Diese wird schweizweit als geeignete Massnahme für die Einhaltung von Tempo 30 in den Quartierstrassen eingesetzt. Das bfu ist zufrieden, dass immer mehr Gemeinden temporeduzierte Zonen einrichten, weil diese die Wohnqualität und die Sicherheit von Jung und Alt massgeblich erhöhen, ohne dass die Verkehrsteilnehmenden deutlich Zeit einbüssen.

Schrittweise Planung und Umsetzung in den Quartieren
Für jede Quartierstrasse wurde anhand von Strassenplänen und Besichtigungen vor Ort Parkfelder festgelegt. Im Sommer 2010 hatte die kantonale Sicherheitsdirektion die Pläne und Massnahmen genehmigt, so dass die Gemeinde sie publizieren konnte. Somit war der Startschuss gegeben und der Gemeinderat zur Umsetzung der damit verbundenen verkehrspolizeilichen Massnahme verpflichtet. Ab Herbst 2010 wurde quartierweise mit der Umsetzung begonnen.

„Work in progress“ mit weniger Parkfeldern
Wie sich durch den täglichen Gebrauch dieser mit neuen Parkfeldern bestückten Quartierstrassen und der Benützung durch Anwohnende und Durchfahrende in der Praxis gezeigt hat, sind nicht alle Parkfelder gleichermassen willkommen. Die Technische Verwaltung ist froh um die vielen eingegangenen Anregungen aus der Praxis und hat entschieden, am Montag, 14.11.2011 einige der beanstandeten Parkfelder wieder wegzufräsen und so der Bevölkerung entgegenzukommen.

Alles bleibt in Bewegung
Auftragsgemäss muss spätestens nach einem Jahr die Wirksamkeit der realisierten Massnahmen überprüft werden. Sollte sich zeigen, dass diese nicht die angestrebte Tempolimite von 30 km/h bringen, müssen gemäss der kantonalen Sicherheitsdirektion weitere Massnahmen diskutiert werden, um den Beschluss des Einwohnerrats durchzusetzen.

Medienecho: WoB_111013_T30.