Reinach braucht ein attraktives Gartenbad!

gartenbad
Eine attraktive Stadt braucht ein attraktives Angebot an Sport- und Freizeiteinrichtungen. Für Reinach ist sicher das Gartenbad eine der wichtigsten Einrichtungen, wenn nicht sogar die wichtigste. Deshalb soll das in die Jahre gekommene Freibad jetzt saniert werden. Leider hat der Einwohnerrat auf halbem Weg halt gemacht und nur die Sanierung, nicht aber den Erhalt und Ausbau des Sprungturms beschlossen. Sanieren allein erhöht die Anziehungskraft noch nicht.

Als vor geraumer Zeit über den Bau eines Hallenbades in Reinach diskutiert wurde, habe ich mich vehement gegen dieses Projekt gewehrt, weil wir es uns finanziell schlicht nicht leisten können. Ich habe auch deutlich gemacht, dass wir in erster Linie die bestehenden Einrichtungen erhalten und verbessern müssen, anstatt neue Anlagen zu bauen. Und ich habe versprochen, mich für die Sanierung des Gartenbades einzusetzen. Nicht nur ich, sondern der gesamte Gemeinderat hat dabei klar die Haltung vertreten, dass ein Gartenbad mit Ausstrahlung, das auch für Junge und Jüngste attraktiv sein will, neben den Schwimmbecken eine Rutschbahn und eine Sprunganlage umfassen sollte.

Leider hat jetzt der Einwohnerrat zwar ja gesagt zur Sanierung und zur Rutschbahn, aber Sprungturm und -becken aus Kostengründen gestrichen. Schade! Ich erinnere mich an meine Jugendzeit in Reinach. Da hat der bestehende Sprungturm bei unseren Besuchen im Gartenbad eine wichtige Rolle gespielt – zuerst als Mutprobe, später einfach zum Plausch. Und jetzt soll nicht nur auf einen neuen 5-Meter-Turm verzichtet werden, sondern auch gleich die bestehenden 1- und 3-Metertürme liquidiert werden. Wenn ich bedenke, dass diese Anlage wieder etwa dreissig oder vierzig Jahre gebraucht wird, dann scheinen mir die rund 800 TCHF, welche die Sprunganlage gekostet hätte, gut investiert.

Ein Referendumskomitee war mit dem Einwohnerratsentscheid nicht einverstanden und wollte dem Volk die Wahl zwischen Sanierung mit und ohne Sprungturm ermöglichen. Allerdings ist das Referendum, das problemlos die notwendige Anzahl Unterschriften erhalten hat, aus formalen Gründen ungültig. Leider hat die Gemeindeverwaltung dem Referendumskomitee im Vorfeld eine falsche Auskunft erteilt. Das bedaure ich und entschuldige mich dafür. Zum Glück gibt aber das Komitee nicht auf und sammelt statt dessen Unterschriften für eine Initiative. Geht alles gut, dann besteht immer noch die Chance, dass das Stimmvolk diesen Herbst über die Sanierung und einen allfälligen Sprungturm entscheiden kann. Ich begrüsse diese Möglichkeit und bin überzeugt, dass eine solche Anlage die Anziehungskraft des Schwimmbades Reinach erhöhen würde.