Mehr Geld fürs Basler Theater

Unterrichtsstunde_009_g
Am 12. Dezember hat der Einwohnerrat auf Antrag von Christine Dollinger (SP / Grüne-Fraktion) beschlossen, den Reinacher Beitrag ans Stadttheater von 52 auf 100 TCHF zu erhöhen. Damit kommt der Einwohnerrat dem Willen einer Mehrheit der StimmbürgerInnen entgegen.

Im Februar 2011 lehnte das Baselbieter Stimmvolk einen kantonalen Beitrag ans Theater Basel ab, gegen den Willen der Agglomerationsgemeinden und auch gegen den Willen der Reinacher Stimmenden. In unserer Gemeinde wurde der Theaterkredit vom Volk angenommen, wenn auch knapp. Jetzt hat der Einwohnerrat beschlossen, einen kleinen Zusatzbeitrag ans Theater zu entrichten. Ich finde diesen Entscheid gut und richtig. Es kann nicht oft genug betont werden, welch grosse Bedeutung kulturelle Einrichtungen, wie das weit herum bekannte und ausgezeichnete (2x Opernhaus des Jahres!) Theater Basel. Uns geht es hier gut, weil unsere Region als Arbeitsgebiet attraktiv und begehrt ist und Leute anzieht. Dazu gehören nicht zuletzt auch kulturelle Einrichtungen. Wenn wir diese erhalten wollen, müssen wir auch bereit sein, dafür zu bezahlen. Das haben die ReinacherInnen im Februar erkannt und der Einwohnerrat hat den Entscheid – in bescheidenem Umfang – umgesetzt.

Dass ein Exponent der SVP ausrastete, alle Befürworter und den Gemeinderat aufs übelste beschimpfte, insbesondere mich als Gemeindepräsidenten, die Reinacher Politik mit jener Griechenlands verglich, gleichzeitig vertrauliche Abstimmungsergebnisse aus dem Gemeinderat durchgab etc. war zwar auch ein Theater, aber weder ein gutes, noch eines, das den Standort Reinach aufwertet.

Medienecho: WoB_111215_ER-Sitzung; Leserbrief Chr. Dollinger: Dollinger_111215_TheaterBS.