Unzumutbare Belastung der Bevölkerung durch Fluglärm

Mit der Einführung des ILS 34 hat für viele EinwohnerInnen der Fluglärm ein Ausmass angenommen, das nicht mehr erträglich ist (BaZ_080423_Fluglaerm, Vorgeschichte). Täglich gehen auf den Gemeindeverwaltungen und -behörden in der ILS34-Schneise Dutzende von Briefen, Emails und Telefonanrufen ein. Ich habe dies zum Anlass genommen, im Landrat eine Interpellation einzureichen (2008/103).

Leider hat die Interpellation nicht die gewünschte Klarheit gebracht: Auf der einen Seite ist es eine Tatsache, dass die Südanflüge seit Anfang Jahr massiv zugenommen haben und wir Anwohner im der ILS34-Schneise stark beeinträchtigt sind, auf der anderen Seite die offizielle Aussage von Regierungsrat und EAP-Verwaltungsrat Adrian Ballmer, wonach alles rechtens sei und alle EinwohnerInnen des Kantons einen Teil der Lasten tragen müssten.

Bemerkenswert war die Diskussionsbeiträge der Reinacher Volksvertreter aus der SVP. Paul Jordi: «...das stört doch niemanden.» (s. Zeitungsbericht). Und auch Paul Wenger meint, man müsse schon sehr genau hinhören, wenn man etwas hören wolle. Zitate aus dem Protokoll des Landrates: Jordi: «Es stimmt, dass der Flugverkehr zugenommen hat, auch der Nachtflugverkehr. Die Zunahme tagsüber ist aber wirklich minimal. So ein Flieger hat im Durchschnitt zwischen 15 und 20 Sekunden und ist nicht wesentlich hörbar, man muss sich direkt darauf konzentrieren.» Wenger: «Die Wahrnehmungen von Paul Jordi können bestätigt werden: Diese Flugzeuge kommen ca. 800 Meter über Reinach und rütteln einen weder aus dem Schlaf noch beunruhigen sie einen tagsüber.».

Die Zeitungsberichte dazu: BaZ_080425_Fluglaerm, REIZ_080430_Fluglaerm.