Birspark ist «Landschaft des Jahres 2012»

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Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL vergibt zum zweiten Mal die Auszeichnung «Landschaft des Jahres». Der Preis 2012 geht an den Birspark und damit an eine urbane Landschaft im Spannungsfeld der Schutz- und Nutzinteressen einer Agglomeration.

Dass diese Auszeichnung ausgerechnet an den Birspark geht, freut mich natürlich sehr – und zweifach!

Zum einen ist der Birspark ein Projekt von Birsstadt und der Preis damit auch eine Auszeichnung für die acht Birsstadt-Gemeinden und ihr gemeinsames Engagement für die Region. Wir sind uns natürlich bewusst, dass die Auszeichnung weniger eine Belohnung für bereits Erreichtes ist, als vielmehr Ansporn und Verpflichtung für die Zukunft.

Zum andern ist die Hintermann & Weber AG schon seit Jahren immer wieder in Projekte zur Aufwertung der Birs und zum Schutz des Birsraumes involviert, so z.B. über «Hallo Biber» (einer Initiative von Pro Natura), durch den «Regionalen Entwässerungsplan Birs» (im Auftrag der Regierungsratskonferenz Nordwestschweiz; «La Birse»), mit «Birsvital» (einem Projekt des AIB BL) oder den «Naturschutzdienst» (im Auftrag des Kantons BL).

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Worum geht es beim Projekt «Birspark»? Jahrzehntelang war die Birs quasi der Hinterhof der Gemeinden des Birstals. Die frei fliessende Birs wurde in ein enges Korsett gelegt. Anlagen wie die Eisenbahn oder Industriebetriebe, später die ARA und die Autobahn wurden in diesen Raum hineingebaut. Mit dem zunehmenden Bedürfnis nach Erholung und Natur hat sich auch unsere Haltung gegenüber der Birs gewandelt.

Seit Jahren laufen Bemühungen, die Birs zu revitalisieren, ihr wieder Raum zu geben, wertvolle Pflanzen und Tiere zu erhalten oder ausgestorbenen Tieren, wie dem Biber, wieder eine Lebensgrundlage zu geben. Immer mehr Leute möchten aber den Birsraum auch zur Erholung nutzen, dort spazieren, die Natur beobachten, Fischen, Velofahren etc. Diese unterschiedlichsten Interessen so gut als möglich unter einen Hut zu bringen, ist ein wichtiges Ziel des Projektes «Birspark». Aber auch andere Interessen gilt es zu berücksichtigen. So sind die birsnahen Areale auch beliebte Wohngebiete, beispielsweise, wenn Industriebrachen zu Wohnraum werden.

Es ist nicht einfach, hier eine Balance zu finden. Aber je dichter unsere Agglomeration besiedelt ist, desto wichtiger wird es, Natur und Landschaft zu erhalten. Und noch eine Erkenntnis ist mit dem Projekt «Birspark» gewachsen. Die Birs ist das verbindende Element zwischen den Birsstadtgemeinden. Sie schafft Identität und der Erhalt, resp. die Aufwertung des Birsraumes muss eine gemeinsame Aufgabe sein.

Hier geht es zum Beitrag über die Preisverleihung.

Medienecho: BaZ_120421_LdJ.