Aggloprogramm 3: Die nächste Runde startet

Was hat die Grossbaustelle im Reinacher Zentrum mit dem Aggloprogramm zu tun? Sie ist Teil des «Aggloprogramms 1. Generation» (AP1) und wird deshalb vom Bund zu rund 40% mitfinanziert. Inzwischen sind die Arbeiten für das «Aggloprogramm 3. Generation» (AP3) angelaufen. Neu ist, dass sich die Gemeinden nicht mehr einzeln einbringen, sondern dass die Regionalplanungsgruppe Birsstadt die Interessen unserer Region vertritt.

Das Aggloprogramm des Bundes hat lange Zeit wenig Beachtung gefunden und ist auch nicht von allen Akteuren gleich ernst genommen worden. Zu Unrecht! Es hat – und wird auch in der Zukunft – eine grosse Rolle spielen bei der Verwirklichung von grossen, für die Agglomeration wichtigen Projekten (BZ-Artikel zu diesem Thema). Reinach ist nicht nur im AP1 erfolgreich gewesen, sondern wird auch beim AP2 berücksichtigt, diesmal für eine Fuss- und Veloverbindung nach Dornach / Arlesheim. Daneben profitiert Reinach zusammen mit allen anderen Gemeinden der Agglomeration von den zahlreichen Projekten, die von den Aggloprogrammen mitfinanziert werden: vom Vollanschluss H18 / Aesch über ÖV-Verbesserungen bis hin zur Förderung des Langsamverkehrs.

Mit dem AP3 soll (besser: muss) die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden verbessert werden. Während bisher jede Gemeinde einzeln versuchte, ihre Interessen einzubringen, soll dies zukünftig koordiniert geschehen. Mangelnde Koordination und ungenügender Einbezug der Gemeinden war ein Grund dafür, weshalb unsere Region nicht ganz so erfolgreich abgeschnitten hat in den Aggloprogrammen, verglichen mit Regionen wie Zürich, Bern oder Genf. Die Gemeinden arbeiten neu in den Korridoren (z.B. Birstal, Leimental oder Rheintal) zusammen und treten als Partner der AP-Geschäftsstelle auf. Im Birstal hat die Regionalplanungsgruppe Birsstadt diese Aufgabe übernommen und wird die Interessen der Birsstadt-Gemeinden einbringen.