Stadtwerbung Basel

Eine Werbekampagne der Stadt Basel sorgt für Aufregung, zumindest in den Medien. Basel-Stadt wirbt dafür, dass Pendler, die in der Stadt arbeiten, auch in der Stadt wohnen sollen. Dass die entsprechenden Werbeplakate im Kanton BL hängen, wird von einigen Leuten offenbar als Affront empfunden – nicht von mir.

Dass Städte und Dörfer um Einwohner buhlen ist doch nichts als normal. Und dass Basel seine Plakate ausserhalb der Stadt dort aufhängt, wo potenzielle Zuzüger wohnen, ist naheliegend. Reinach hat auch nicht das Problem, dass es zu wenig EinwohnerInnen hätte, vielmehr fehlt es an ausreichendem Wohnraum; das ist unser Hauptproblem!

Aber abgesehen davon: Eigentlich ist es ja sinnvoll, dass die Leute dort wohnen, wo sie arbeiten (oder umgekehrt). Dadurch reduziert sich der Pendlerverkehr. Reinach sollte sich der Kampagne anschliessen – mit umgekehrtem Vorzeichen. Reinach hat gleich viele Erwerbstätige wie Arbeitsplätze. Leider wohnen aber nur etwa 30% der in Reinach arbeitenden Leute auch hier, 70% pendeln täglich nach Reinach. Würden alle Leute, die in Reinach arbeiten, auch hier wohnen, dann wären unsere Verkehrsprobleme gelöst. Deshalb: «Welcome home in Reinach, liebe Pendler».

Der in den Medien: BaZ_081030_Stadtwerbung.