Stockacker: Günstigen Wohnraum schaffen

Stockacker
Reinach möchte nicht nur mehr, sondern auch günstigen Wohnraum schaffen. Deshalb schlägt der Gemeinderat vor, das Areal «Stockacker» von einer Wohnbaugenossenschaft überbauen zu lassen.

Mit einer Vorlage unterbreitet der Gemeinderat ein Projekt für eine moderne, familienfreundliche Überbauung, die sich ausgezeichnet für Bau von Genossenschaftswohnungen eignet. Eine erste Beratung fand am 21. November im Einwohnerrat statt. Zuerst wollte der Einwohnerrat die Vorlage direkt beraten, nach langer Diskussion entschied er sich für Kommissionsberatung. Ein sinnvoller Entscheid bei einem so wichtigen Projekt. Allerdings hätte man diesen Entscheid auch gleich zu Beginn der Beratung fassen können, anstatt zuerst den Gemeinderat 20 Fragen aus dem Stehgreif beantworten zu lassen, nur um dann das Geschäft doch noch an die Kommission zu delegieren - sei's drum.

Das Projekt ist gut: Die Überbauung ging aus einem Wettbewerb hervor, das von den Architekten Neff Neumann Schweingruber gewonnen wurde. Wie jede charaktervolle Überbauung hat auch diese nicht nur Bewunderer. Einigen ist sie zu modern oder es fehlen die Satteldächer. Ich finde sie toll. Eine ideale Lösung auf einer so schmalen, langgestreckten Parzelle. Und was auch gut ist: Das Projekt eignet sich sehr für genossenschaftlichen Wohnungsbau. Wenn der Einwohnerrat dem Antrag des Gemeinderates folgt, dann wird eine Genossenschaft das Areal im Baurecht übernehmen können um die Überbauung zu realisieren. Dank genossenschaftlichem Wohnungsbau können günstige Wohnungen für Familien gebaut werden. Günstig heisst allerdings nicht billig. Neubauwohnungen sind nie billig. Aber die neuen Wohnungen können günstiger sein, wenn sie genossenschaftlich gebaut werden, verglichen mit konventionellen Wohnungen.

Bleibt zu hoffen, dass der Einwohnerrat das Geschäft schnell behandelt, damit wir weiter arbeiten können.


Medienecho: WoB 111124.