Das Reinacher Gemeindesportanlagenkonzept liegt vor

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Das Gemeindesportanlagenkonzept (GESAK) zeigt, dass die Infrastruktur in Reinach zwar ausreichend, aber vielerorts veraltet ist und grosser Sanierungsbedarf besteht. Angesichts der damit verbundenen Kosten steht der Gemeinderat einem kommunalen Hallenbad-Neubau erneut ablehnend gegenüber.

Mit unzähligen kleinen und relativ kostengünstigen Massnahmen könnte das Sport- und Bewegungsangebot in Reinach schon bald massgeblich aufgewertet werden, erläuterten Experten an einer Informationsveranstaltung vom 25. September zum Gemeindesportanlagenkonzept (GESAK). Auch der Gemeinderat beurteilte die Ergebnisse des GESAK an seiner Sitzung vom 18. September positiv. „Generell haben die Anlagen erheblichen Erneuerungsbedarf“, erklärte Paul Wenger, Gemeinderat Freizeit und Kultur. Das GESAK zeige aber, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung durch die bestehende Infrastruktur, mit Ausnahme eines Hallenbads, weitgehend abgedeckt seien und eine Sportzone im Fiechten nicht angezeigt sei.

GESAK schlägt grosse und kleine Massnahmen zur Umsetzung vor
Wie die Schulhäuser sind die Reinacher Sportanlagen, darunter auch das Gartenbad, in die Jahre gekommen. Viele Turnhallen und die dazugehörigen Nebenräume sind zu klein und entsprechen nicht mehr den heutigen Nutzungsbedürfnissen. Das GESAK zeigt, dass mehrere Anlagen in den nächsten Jahren saniert oder umgebaut werden müssen. Zudem sollten die Spielplätze aufgewertet und auf unterschiedliche Altersgruppen hin ausgestaltet werden. Auch kleinere Massnahmen wie die Einrichtung von ausgeschilderten Laufstrecken, die Installation einer Natureisbahn in der kalten Jahreszeit, die Aufwertung der Skating-Anlage oder die Anschaffung von neuen Spiel- und Sportgeräten sind im GESAK enthalten.

Gemeinderat empfiehlt Aufwertung des Bestehenden
Insgesamt weist das GESAK einen geschätzten Finanzbedarf von rund 72 Mio. Franken aus, davon entfallen etwa 35 Mio. Franken auf ein Hallenbad. Im Rahmen des „Strategischen Sachplans Freizeit und Kultur“ für die nächsten drei Jahre muss die Politik nun entscheiden, welche Umsetzungsschwerpunkte aus dem GESAK weiterverfolgt werden sollen. Da in den nächsten Jahren auch auf anderen Bereichen hohe Kosten auf die Gemeinde zukommen, empfiehlt der Gemeinderat, die Priorität auf die Erneuerung und Verbesserung der bestehenden und von der Bevölkerung geschätzten Sport- und Freizeitanlagen zu legen und vorläufig keine Neubauten zu planen. Damit läge das kommunale Hallenbad weiterhin auf Eis. Hingegen wird der zuständige Gemeinderat bereits bestehende Kontakte mit den zuständigen Gemeinderäten der Birsstadtgemeinden intensivieren, um die Möglichkeiten eines interkommunalen Hallenbades durch die jeweiligen Gesamtgemeinderäte möglichst schnell und verbindlich klären zu lassen. Das letzte Wort im Umgang mit den Empfehlungen und deren Umsetzung aus dem GESAK hat aber der Einwohnerrat.

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Medienecho: WoB.