Reinacher Wirschaftsgespräche

Das öffentliche Beschaffungswesen führt immer wieder zu Diskussionen, vor allem bei den KMU: Wie komme ich zu Aufträgen der Gemeinde oder des Kantons? Was muss ich beachten? Welche Stolpersteine gibt es? Und wie ist die Vergabepraxis in Reinach? Diesem Thema, dem Beschaffungsrecht, waren die Reinacher Wirtschaftsgespräche 2014 gewidmet.

Beat Tschudin, Leiter Zentrale Beschaffungsstelle BL, zeigte in seinem Referat auf, warum es das öffentliche Beschaffungswesen gibt (Referat Tschudin). Diesem ist es zu verdanken, dass heute Aufträge nicht mehr einfach unter der Hand vergeben werden können, wie das früher gang und gäbe war. Das Beschaffungsrecht stellt sicher, dass alle geeigneten Anbieter eine Chance haben, sich zu bewerben. Es stellt auch den Wettbewerb sicher, der wiederum dazu führt, dass die Bund, Kantone und Gemeinden zu günstigeren Preisen bessere Leistungen und Produkte einkaufen können. Selbstverständlich haben aber nur Firmen eine Chance, welche sich im Beschaffungswesen auskennen, die vorgeschriebenen Abläufe einhalten und vollständige Angebote einreichen.

In meinem Referat habe ich gezeigt, wie die Beschaffung in Reinach abläuft (Referat Hintermann). Im Einwohnerrat ist in der Vergangenheit immer wieder Kritik am Gemeinderat laut geworden. Insbesondere wird uns vorgeworfen, wir würden Reinacher Firmen zu wenig berücksichtigen. Das stimmt natürlich nicht. Selbstverständlich muss sich der Gemeinderat an die geltenden Gesetze halten. Wir dürfen Aufträge nur dann freihändig (direkt) vergeben, wenn sie unterhalb der gesetzlichen Schwellenwerte liegen. Aber die Tatsache, dass 2/3 aller Aufträge an Reinacher Firmen gehen belegt, dass die einheimischen Anbieter nicht zu kurz kommen. Wenn Angebote von Reinacher Firmen vorliegen, wenn sie gut und günstig sind, dann vergeben wir die Aufträge an einheimische Firmen. Dies haben auch entsprechende Voten an den Wirtschaftsgesprächen belegt: Die Vergabepraxis der Gemeinde ist fair und unkompliziert. Und ein Votant hat die Gemeinde sogar explizit dafür gelobt, dass sie Rechnungen sehr schnell und vollständig begleicht.

Medienecho: WoBla, Gemeinde-TV.