Neue H2-Initiative ist Unfug!

H.-R. Gysin und sein Mitarbeiter Chr. Buser sind phänomenal. Sie bringen es immer wieder fertig, den grössten Unsinn in eine Volksinitiative zu verpacken und das Stimmvolk zu beschäftigen. Diesmal fordern sie eine Baubegleitkommission aus Vertretern der Wirtschafts- und Verkehrsverbände.

Zugegeben: Das H2-Projekt läuft schlecht, ist vielleicht auch ein Desaster. Aber die vorgeschlagene Lösung ist ein Witz! Wie kann man eine effektive Kostenkontrolle einrichten, wenn man gerade jene Leute, die im Strassenbau immer mehr fordern, in die Aufsichtsbehörde wählt? Glaubt jemand im Ernst, die Verkehrsverbände seien auch nur für die kleinsten Kosteneinsparungen zu haben (ausser bei den Umweltauflagen)? Der TCS soll in dieser Begleitkommission Einsitz nehmen. Schon vergessen, dass der TCS vor wenigen Wochen in der Kritik war, weil die Kosten bei der Prüfstation völlig aus dem Ruder gelaufen sind? Schon vergessen, dass der TCS-Präsident Muggli wegen überrissener Entschädigung für sein Nebenamt angegriffen wurde? Und was soll Chr. Buser zu einem besseren Projektmanagement beitragen? Wer das "Projektmanagement" von Chr. Buser im Zusammenhang mit der Euro 08 miterlebt hat, dem graut davor, dass er zukünftig bei der H2 mitmischt – das kann uns teuer zu stehen kommen.

Gutes Projektmanagement – inkl. Kostenkontrolle selbstverständlich – kann man nicht über ein solches politisches Gremium erreichen. Dazu braucht es Know-How innerhalb der BUD-Verwaltung oder allenfalls durch Beizug externer Controller. Alles andere ist nichts anderes als politische Propaganda. Das hingegen beherrschen Gysin, Buser und Co. vorzuglich.

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